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Seit 1981 bemüht sich der ehrenamtlich tätige Arbeitskreis Wasser im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) um eine
Vernetzung der Bürgerinitiativen und Umweltgruppen im Bereich des Gewässerschutzes.
Unsere Serviceleistungen für GewässerschützerInnen bestehen im Betrieb
des "BBU-Wasser-Archivs" mit einigen 10.000 Zeitungsartikeln und Aufsätzen
aus Fachzeitschriften.
Auf der Basis dieses Archivs stellen wir zu aktuellen
wasserwirtschaftlichen Themen fortlaufend neue Materialsammlungen zusammen. Hinweise
auf neue bzw. auf aktualisierte Materialsammlungen finden sich in den "Fußzeilen"
der BBU-Wasser-Rundbriefe. Der BBU-Wasser-Rundbrief informiert etwa alle 14 Tage
die Bürgerinitiativ-Szene sowie ökologisch interessierte Gemeinderats- Mitglieder
und Journalisten über das aktuelle Geschehen in den Bereichen Wasserwirtschaft,
Gewässerschutz sowie aquatischer Naturschutz.
Ak Wasser im BBU
Rennerstr. 10
D - 79106 Freiburg i. Br.
Tel.: 0761/275 693,
Fax: 0761/288 216,
nik@akwasser.de
| "Virtuelles Wasser" - das Wasser in unserem Essen und in unserer Kleidung |
| Deutschland ist Exportweltmeister - leider auch beim Export der
Umweltbelastung. Beispiel: Wasser. Während wir in Deutschland mit
dem Wasser immer sparsamer umgehen, verlagern wir unsere
Wassernutzung mehr und mehr ins Ausland. In unseren Haushalten und
Wohnungen benötigen wir 126 Liter Trinkwasser pro Einwohner und
Tag - für unsere Lebensmittel und unsere Kleidung aber täglich
4.000 Liter Wasser! Die Bedeutung des "virtuellen
Wassers" - das wir "versteckt", aber dafür in
gewaltigen Mengen - aus der Landwirtschaft in Deutschland oder aus
dem Ausland, vieles auch aus der Dritten Welt und aus den
Schwellenländern über wasserintensive Rohstoffe (beispielsweise
Baumwolle) oder Lebensmittel "importieren", wird in
Deutschland noch kaum diskutiert. Dass wir über unsere Rohstoff-
und Lebensmittelimporte tatsächlich ein Vielfaches Mehr an
Wasserbedarf außerhalb der deutschen Grenzen verursachen, wird in
der deutschen "Wasserdebatte" bislang ausgeblendet. Der
aus unserem gigantischen Wasserimport resultierende Anspruch auf
Wassersolidarität mit der Dritten Welt wird noch viel weniger
thematisiert.".
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| Das Informationsangebot des Ak Wasser im BBU zum "Virtuellen Wasser" |
| Basierend auf unserer Ausstellungsbeteiligung zum
"Virtuellen Wasser" an der WASSER BERLIN 2006 haben wir
auf unserer Homepage ein umfangreiches Informationsgebot zur
Thematik des "Virtuellen Wassers" zusammengestellt. Die
Infos können als pdf-Dateien heruntergeladen werden:
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| "Virtuelles Wasser" auf zwei Seiten |
| Eine kurzgefasste Problemdarstellung findet sich in [infoblatt.pdf] |
| "Virtuelles Wasser" auf 24 Seiten |
| Unsere ausführliche Broschüre zum Thema findet
sich im [reader.pdf]. (Wer es lieber auf Papier hat, kann die Broschüre gegen VOREINSENDUNG der Portokosten in Höhe von 1,45 Euro in Briefmarken an den Ak Wasser im BBU, Rennerstr. 10, 79106 Freiburg, anfordern.) Zu drei Kapiteln dieser Broschüre haben wir ausführliche Langfassungen bereitgestellt: |
| Der virtuelle Wasserbedarf der Touristen - am Beispiel von Jávea in Andalusien |
| In noch keiner Abschätzung des virtuellen Wasserbedarfs taucht
der Tourismus auf. Dabei reisen jeden Sommer Millionen von Nord-,
Mittel- und Osteuropäern in die Mittelmeerländer, um dort Urlaub
zu machen - ausgerechnet zu einer Jahreszeit, in der in den
Mittelmeerländern notorischer Wassermangel herrscht. Für
"die schönsten Wochen des Jahres" verlagern die
"Mittelmeertouristen" ihren Wasserbedarf aus dem
wasserreichen Norden Europas in die Dürreregionen rund um das
Mittelmeer. Der Wasserbedarf von Millionen Touristen verschärft
in den Mittelmeerländern die Wasserkrise zunehmend:
Grundwasservorkommen werden übernutzt - und in die übernutzten
Grundwasservorkommen der Küstenregionen dringt fortschreitend
Salzwasser ein. -> mehr Infos in [javea-lang.pdf] |
| Die ineffiziente Bewässerung dominiert |
| Nur mit effizienten, d.h. energie- und wassersparenden
Bewässerungsverfahren kann der enorm wachsende
Nahrungsmittelbedarf der Menschheit gesichert werden. Aber nur ein
bis drei Prozent aller Bewässerungsflächen auf dem Globus werden
mit wassereffizienten Verfahren bewässert. Auf der weit
überwiegenden Flächen der Bewässerungslandwirtschaft dominieren
Verfahren, bei denen der größte Anteil des zugeführten Wassers
verloren geht - oder noch schlimmer: letztlich zur Versalzung der
Böden führt. Laut UNESCO verschwenden Bewässerungssysteme auf
der Welt ca. 60% des Wassers. Allerdings müssen althergebrachte
Verfahren der Bewässerung nicht unbedingt ineffizient sein!
Archaische Verfahren waren oftmals sehr wirkungsvoll und
wassersparend. Der nachfolgende Aufsatz stellt die verschiedenen
Methoden der Bewässerungslandwirtschaft vor. -> mehr in [bewässerung-lang.pdf] |
| Das Südostanatolienprojekt (GAP) - das größte Bewässerungsprojekt der Türkei |
| Um Wasserkraftstrom zu gewinnen und Bewässerungswasser
bereitzustellen, errichtet die Türkei derzeit eines der größten
Staudammsysteme auf dem Globus. Mit rund zwei Dutzend Staudämmen
sollen Euphrat und Tigris aufgestaut werden - zum Ärger der
Unterlieger: Syrien und der Irak befürchten, dass ihnen die
Türkei den Wasserhahn zudrehen könnten. Mit Hilfe des gestauten
Wassers soll im Südosten der Türkei eine exportorientierte
Bewässerungslandwirtschaft aus dem Boden gestampft werden. Die
Dürreregion Südostanatoliens soll in ein ertragreiches
landwirtschaftlich genutztes Gebiet verwandelt werden. Zu
befürchten sind allerdings eine zunehmende Versalzung der
Bewässerungsflächen und eine Zerstörung der kulturellen
Identität in dieser Kurdenregion. -> mehr in [gap-lang.pdf]
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